Golf von Biskaya

Die neue Crew ist an Bord.

Wenn der Wind günstig bleibt und wir Tag und Nacht durchsegeln können, werden wir in vielleicht fünf Tagen Brest erreichen.

Leider gibt es nun keinen Empfang mehr. Deshalb werdet ihr unsere Position nicht verfolgen können. Aber ihr seht die Windkarte und könnt uns eine gute Brise aus der richtigen Richtung wünschen.

Erste Etappe geschafft

Von Freitag morgen bis Dienstag am späten Nachmittag waren wir seit Gibraltar unterwegs. Dann sind wir mit dem Rest der Strömung landeinwärts den Fluss hinauf in Porto glücklich angelandet.

Valentin hat ein lupenreines Anlegemannöver hingelegt, zum Glück ohne Mooringlines, und so hatten wir gegen 18 Uhr wieder festen Boden unter den Füßen. Mit zwei Tagen Puffer und ohne größere Katastrophen!!! Dafür wieder mit zwei verschiedenen Arten von Delfinen. Trotz neuer Hochseeangel haben wir aber leider nichts gefangen. Als erstes ging es zum Einklarieren und dann direkt an den Stand.

Da wurde uns mal wieder deutlich bewusst, dass wir nicht mehr am Mittelmeer sind – das Wasser war eiskalt! Abends wurden wir von Thomas zu einem super leckeren Abendessen eingeladen. Einen kleines Fischrestaurant, wo sie frischen Fisch direkt von Grill servierten. Es war ein Traum! 

Am nächsten Morgen sind wir unsere nie endende to do Liste durchgegangen und haben uns an die Arbeit gemacht um das Schiff optimal für die Biskayaüberquerung fit zu machen.

Die Segel mussten gecheckt und teilweise repariert werden, die Bilgepumpen überprüft und die Bilge getrocknet werden. Hier und da gab es zu tun und aufzuräumen. Am Nachmittag hat Arvin unser neues Dinghi klar gemacht und ist zu seinen Brüdern an den Strand gerudert.

Die Stadtbesichtigung stand für den nächsten Tag auf den Plan. Nachdem Valentin nochmal im Motorraum herumgekrochen ist und wir Levin den Mast hoch gezogen haben um eine Leine zu sichern, ging es los zum Flusstaxi, mit den man auf die andere Flussseite übersetzen kann. Porto ist eine super schöne Stadt mit viel Charme und Charakter! Die mit, orientalisch anmutenden, Mosaiken besetzten schmalen Häuser haben wir so noch nirgends gesehen.

Es gibt überall zauberhafte kleine Lädchen, nette Plätze und viel Grün. Wir waren restlos begeistert. Am Schiff zurück haben wir Außen alles abgespritzt und Innen gepackt und aufgeräumt. Und dann gab es ein letztes Abendbrot. Am nächsten Morgen haben wir uns zu viert früh kurz vor acht auf den Weg zum Flughafen gemacht.

Dort konnten wir uns noch kurz mit Andy aus der Schweiz treffen, der für die nächsten acht Tage der Skipper an Board ist und unsere Argo sicher über die Biskaya führen wird. Das Herz der Kinder hat er mit einer riesengroßen TOBLERONE im Sturm erobert.

Inzwischen sind wir gut in Köln gelandet und warten auf den Zug nach Weimar.

Langs Portugals Küste

Ich versuche, den Überblick über das vor mir liegende Meer zu bekommen – ein Minenfeld von Fischerbojen.

Der Skipper macht das souverän im stehen!

Iason und Taron haben ihre Flotten aufgebaut.

In voller Fahrt musste unterwegs Diesel nachgefüllt werden.

Lissabon en passant

Die Straße von Gibraltar haben wir gut hinter uns gebracht. Es gab viel Traffic weil das Verkehrstrennungsgebiet relativ nahe an der Küste verläuft. Einmal mussten wir sogar einem Fischer ausweichen.

Leider gab es nicht viel Wind sodass wir viel unter Motor fahren mussten. Als wir dann doch die Segel setzen konnten um zu kreuzen stellten wir fest, dass am Besan-Segel eine Naht aufgegangen war.

Inzwischen haben wir die Zeitzone gewechselt

Argo Bordtime 11:00
Deutschland 12:00

Am Freitag kommt die neue Crew aus der Schweiz an Bord. Wir sind nun an Lissabon vorbei, auf dem Weg direkt nach Porto, wo unsere erste Etappe, voraussichtlich Dienstag Abend, ihr Ende finden wird. Wir haben einfach zu wenig Puffer um uns in Lissabon länger als einen Tag aufzuhalten, so dass wir uns gestern Nachmittag spontan dazu entschieden haben, direkt weiter zu fahren. Genug Proviant haben wir, aber es ist wahnsinnig anstrengend! Als wir am Abend in Gibraltar nochmal kurz einkaufen waren, haben wir mit max zwei Tagen Fahrt gerechnet.

Gibraltar

Die erste Etappe ist geschafft. Wir sind gut angekommen, haben Schiff und Reservekanister betankt, waren auf dem Rock of Gibraltar und haben uns von den Affen erschrecken lassen, leckeres Eis gegessen aber für weitere Reisebeschreibungen ist leider keine Zeit weil wir gleich weiter müssen, um unseren Zeitplan einzuhalten. Aber schaut bitte auf die Seite „Fotos und Videos“, ich denke, die Bilder sprechen für sich. Vielen Dank an den Fotografen Michele!

Michelle ist nach langem Für und Wider von Bord gegangen, jedoch nicht ohne uns vorher noch von einer Muringleine zu befreien, die sich in unserer Schraube verfangen hatte.

Zur Belohnung gab es noch ein extra Eis für die Kinder.

Letzte Vorbereitungen

Das Wasser hat schon eine richtige Gänsehaut, bald geht es auf Fahrt.

Während andere im Hafen spazierenfahren, montieren wir lieber die letzen beiden Solarpanele!

Der rigger ist noch ‚oben‘…

Nach schier endlosem bauen und vorbereiten sind wir doch 21:00 gen Gibraltar aufgebrochen!
Reise Reise! … der Sonne hinterher

Der neue Kompass mit(!) Beleuchtung. Und Instrumente am Gerätehalter/Steuerstandgriff. Auch der Autopilot funktioniert!

Fehlt nur noch der Wind…

Draußen nass – drinnen trocken

Heute morgen das erste Mal eine trockene Bilge!!! Der Ablaufschlauch vom Kühlschrank ging leicht nach oben und es floss an ihm wieder zurück und dann in die Bilge.

Da der Kühlschrank bis vorgestern kaputt war, haben wie mit Eiswürfeln gekühlt und ich habe mich gewundert warum nicht mehr Wasser in dem Behälter ist. Jetzt geht er zum Glück wieder.

Die Garmingeräte sind Dank Michele an das 12 Voltnetz angeschlossen.

Es schaukelt wieder

Wir sind glücklich im Wasser, aber immer noch im Hafen von Almerimar. Wenn es gut läuft, kommen wir morgen Nachmittag los, aber es ist einfach noch so viel zu tun. Aber wir haben auch schon jede Menge geschafft und seid Freitag ist auch die Crew für die erste Etappe zusammen. Wir melden uns wenn wir „den Anker lichten“…

Die erste Testfahrt

Die Matrosen warten auf neue Befehle.

Legobauen im Schatten.

Erste Vorräte werden wieder angelegt.

Landgang mit Eispause.

Leider muss der Windpilot so verpackt nach Deutschland zurücksegeln – wir haben erst gestern erfahren dass Umbauten notwendig gewesen wären um ihn auf unserem Schiff zu benutzen, sehr traurig!