Endlich geht es los

Am Mittwoch den 4.7. machen wir uns auf den Weg zum Flughafen – mit zwei ganz offiziell frei gestellten Schulkindern – um nach Athen zu fliegen. Mit sechs Handgepäck- und zwei Aufgabegepäckstücken, incl Akkordeon, das bald ein Schifferklavier sein wird. Alles klappt völlig problemlos – Dank unseres Jüngsten dürfen wir priorityboarden.

Während der Sicherheitseinweisung bekommen wir von Giannis noch die Nachricht, dass sie in Athen auf den Kran warten. Ob die Argo im Wasser sein wird wissen wir leider beim Losfliegen immer noch nicht – es bleibt also spannend!
Zum Glück holt uns ein Taxi am Flughafen ab was uns klimatisiert und sehr entspannt mit unserem ganzen Gepäck zum Hafen bringt. Wir sind unglaublich aufgeregt als das Taxi endlich Richtung Marina abbiegt und wir Ausschau halten ob wir die Argo an ihrem Trockenplatz sehen – aber sie ist weg!!!!!

Wir sind soooo glücklich als wir am Pier ankommen und wir sie im Wasser liegen sehen. Auch das Chaos im Inneren kann die Freude nicht trüben. Zum Glück ist Taron noch im Taxi eingeschlafen und schnell ist ein Eckchen frei geräumt um ihn umzubetten. Dann haben wir Zeit und Ruhe, für alle einen Schlafplatz zu suchen.

Vom Pech verfolgt

Leider wird es in dieser Saison nichts mit dem Coppercoat. Es wäre schön gewesen, denn man spart sich für viele Jahre den Unterwasseranstrich, da die freiliegenden Kupferteilchen verhindern, dass sich Bewuchs ansetzt.

Aber bedauerlicherweise hat sich die Ehefrau unseres Werft-Handwerkers die Hand gebrochen, sodass dieser den Haushalt schmeißen muss und nicht zur Werft kann. Unser schöner ockerfarbener Anstrich kann deshalb nicht geschliffen werden und so wird es nichts mit dem Coppercoat. Warten können wir auch nicht mehr, da am 03. Juli das Boot ins Wasser muss. Vorher müssen noch die Seeventile und die Opferanoden montiert werden. Und für die Überfahrt tut es auch der blaue Antifouling-Anstrich.

Weitere Grundierung

Nach ausgiebigen Besprechungen mit Fachleuten vor Ort sowie Telefonkonferenzen entschlossen wir uns, noch vier Anstrichschichten Grundierung aufzubringen. Nach Aushärtung und Schleifen sollte so eine ausreichend glatte Oberfläche erzielt werden. Unser Zeitplan ist zwar in Verzug geraten aber wenn Anfang nächster Woche der Coppercoat aufgebracht wird, wäre der Krantermin noch zu halten. Ab dem kommenden Wochenende sinkt die Regenwahrscheinlichkeit wieder auf 0 %.

Zu früh für Coppercoat

Eigentlich wollte unser extra aus Deutschland und Holland angereistes Team heute und morgen den Coppercoat aufbringen aber die Grundierung war nicht dick genug um beim Schleifen eine glatte Oberfläche zu erzeugen. Diese muss absolut glatt und eben sein da der Coppercoat vollkommen gleichmäßig angeschliffen werden muss um seine wirksame Oberfläche entfalten zu können.

Natürlich ärgerten wir uns zuerst, aber als sich um die Mittagszeit Wolken zusammenzogen und es anfig zu Blitzen, zu Donnern und Minuten später ein Wolkenbruch auf uns herniederprasselte, der den frisch aufgetragenen Coppercoat abgewaschen hätte, waren wir foh über diese Situation. Es war seit Wochen der erste Regen. Nun, Segler müssen mit Überraschungen leben.