Weiter geht’s

Um 18 Uhr kommt Eberhard an Bord und wir machen uns gleich auf nach Almerimar.

Der Kapitän steht am Steuer und die Deckshand schießt die Leinen auf.

Ein letzter Blick

Neue Planungen: wie geht es weiter?

Heute war der Spezialist von der Werft an Bord. Er konnte nicht viel sehen aber was in Erfahrung gebracht werden konnte war: Die Werft hier in Alicante ist relativ teuer, man kann nicht selbst Hand anlegen und benötigt auch ein Hotel da man nicht auf dem Boot übernachten kann. Durch Zufall traf ich einen Yacht-Spezialisten, der empfahl, noch 180 Seemeilen weiter zu fahren nach Almerimar. Es gibt dort eine Werft, die viel Service bietet, einen deutschsprachigen Spezialisten hat und bei der man sich Tag und Nacht auf dem Boot aufhalten kann. Alleine ist diese Strecke mit dem Schiff nicht zu bewältigen und so fragten wir Julianes Papa Eberhard, einzuspringen. Er sagte auch spontan zu und buchte gleich einen Flug für morgen.

In der Zwischenzeit gab es auf dem Schiff auch genug Aufgaben, die bewältigt werden mussten.

Eine Pumpe wurde neu verschraubt und abgedichtet. Die alte Stelle war schon teilweise weich geworden. Eine weitere Pumpe wurde fixiert.

Die nächste Herausforderung war ein neuer Steckeradapter für die Stromversorgung.

Mal sehen ob es funktioniert…. befürchte schon das schlimmste für den Charger…

Und es läuft!

Und zum Abschluss: Lecker Abendbrot.
Für die war es leider zu spät.

Überfahrt zum Werfthafen

In den letzten zwei Wochen haben wir festgestellt, dass immer wieder Wasser durch den Ruderkoker eindringt. Es ist nicht viel aber wir haben beschlossen, der Ursache auf den Grund zu gehen und das am besten auf einer Werft. Die Werft hier in Alicante ist ungefähr 2,5 Seemeilen entfernt und wir müssen leider die exclusive Marina Deportiva verlassen und uns in den Werfthafen begeben.

Zum Abschied gibt es sogar Salutschüsse von der Burg!

Nach einem erfolgreichen Anlegemanöver gibt es immer ein Anlegebier.

Suchbild: Wo sind die zwei goldenen Masten?

Michele hat auch noch einen Großeinsatz am Mast vollbracht. Auf halber Höhe musste das Deckslicht repariert werden. Man muss sich behelfen denn für diese Bauform gibt es keine Ersatzteile mehr.

Auch der Stagwirbel lief nicht richtig rund und musste gewartet werden:

Zur Belohnung gibt es einen tollen Rundblick …

… und man kann dem Valentin mal schön auf den Kopf spucken.

Nach zwei spannenden und produktiven Wochen musste Michele nun wieder von Bord gehen.

Es geht weiter… A lot to do!

Spass bei der arbeit und beim essen!

Das letzte leckere Essen von Juliane – ab morgen gibt es nur noch Tütensuppe 🙁

Gerade haben wir herausbekommen, dass die Schalter auch als Sicherungen fungieren.

Und nun funktionieren auch alle Pumpen!

Zurück nach Deutschland

Nun sitzen wir im Bus, der uns zum Flughafen bringt.

Jetzt wird es ruhig auf der Argo…

Taron fällt es nach vier Wochen Bordleben schwer, sich wieder ans Schuhe tragen zu gewöhnen.

Am Montag kommt jemand von der hiesigen Werft und schaut sich das Ruder an, durch dessen Welle immer wieder Wasser ins Schiff kommt. Danach wird entschieden, ob Plan B oder Plan C in Kraft tritt.

Erste Etappe fertig

Eigentlich sollte es ja bis Lissabon gehen aber Wind und Wetter sind halt unberechenbar. Und wenn man zwar ein seetüchtiges Schiff kauft, kann man sich nicht darauf verlassen, dass es wirklich seetüchtig ist. Aber wir genießen jetzt erst einmal den Abschluss unserer ersten Etappe in Alicante.

Da soll es am Freitag hinaufgehen:

Eindrücke vom Abendspaziergang:

Eindrücke von Bord

Wir sind auf Fahrt Richtung Spanisches Festland und werden wahrscheinlich heute Nacht um 0 Uhr Alicante erreichen.

Eine Runde geht noch
Pascha. Aber die Trauben sind alle.
Levin und Michele in der Diskussion
Morgenschwere.
Lecker!!!
Die Sonne geht mal wieder unter. Auf dem Weg nach Ibiza.

Sonne und gutes Ende einer stürmischen Nacht

Nach der letzten grauenvollen Nacht und einem immer noch sehr dünigen Tag haben wir für einen „Notstopp“ kurz vor dem großen offiziellen Yachthafen von Palma in einer traumhaft schönen Bucht geankert. 

Ankunft Mallorca. Hafen leider keinen Platz, daher suche nach Ankerbucht
Die Bucht. Traumhaftes Wasser
Top Bucht gefunden!

Und wir haben von weitem einen Wal gesehen! Leider haben wir kein Foto gemacht, wir waren einfach total hin und weg.

An unserem schönen Ankerplatz wollten wir das Dieselleck lokalisieren und das Pumpensystem zum Laufen bringen.

Aber die Sonne schien, und so wurde erst einmal gebadet.

Dann machte ich mich daran, den Innenraum so weit vorzubereiten, dass man gut an den Tank herankommt.

Ein Leck konnten wir zum Glück nicht finden und müssen weiter nach der Quelle des Diesels suchen.

Wenn das Schiff nicht schaukelt müssen wenigstens die Apfelsinen schaukeln.

Valentin wollte anschließend das Dingi vorbereiten, sodass ich mit den Kindern an Land übersetzen kann. Aber damit hatten wir die nächste Baustelle – beim Aufpumpen bemerkten wir, dass das Ventil undicht war. Als dann dieses Problem endlich provisorisch behoben war, hatten Wind und Wellen so zugenommen, so dass es nicht möglich war an Land zu gehen. Doch nach ein bisschen Warten ging es doch noch los.

Haare Waschen für Arvin. Sonst rastafari und ab!

Neue Probleme

Heute Nacht hat es uns wirklich richtig durchgeschüttelt. Ich bin sogar aus dem Bett gefallen und habe mich dann am Schapp festhalten müssen. Zum Glück war ich von der Nachtschicht befreit.

Valentin und Michele waren die ganze Nacht auf Wache. Ordentlich Fahrt hatten wir schon – 9 Knoten. Aber es gab ziemlichen Seegang und starke Krängung. Die Reling war auf Wasserhöhe und es hörte sich an, als ob das Schiff aus allen Nähten bricht. Dass es auf See Schlaglöcher gibt, wusste ich bis dato noch nicht. Heute hängen wir alle durch, mein Magen hat sich immer noch nicht beruhigt, aber unser Schiff hat es gemeistert.

Leider haben wir Diesel in der Bilge und die Lenzpumpen sind ausgestiegen. Zum Glück hat Michele schon die neue Ersatzpumpe angeschlossen. Ein Leck im Abwasserschlauch wurde provisorisch mit Panzertape geflickt.

Eigentlich wollten wir bis Ibiza durchfahren, aber jetzt steuern wir wahrscheinlich doch Mallorca an um das Schiff wieder in Ordnung zu bringen.